Class 2011

Nie mehr ein leerer Kühlschrank

Schüler des Taunusgymnasiums in Königstein gewinnen den ersten Preis des Schülerwettbewerbs „Unternehmer von morgen“

FRANKFURT am Main, 22. März 2011 – Mit ihrem Geschäftskonzept für einen Einkaufsservice belegten Vincent von Kirch und Roman Wolf, Schüler des Taunusgymnasiums in Königstein, den ersten Platz im Businessplan-Wettbewerb „Unternehmer von morgen“ des American-German Business Club Frankfurt. Mit ihrem Businessplan für einen auf die speziellen Bedürfnisse von Geschäftsleuten und Familien abgestimmten persönlichen Einkaufsservice konnten sie die sechsköpfige Jury aus erfahrenen Unternehmern und Marketing- und Finanzexperten überzeugen und ein Preisgeld von 1 000 Euro gewinnen. Der zweite Platz wurde zwei Mal vergeben. Über ein Preisgeld von 500 Euro freuten sich die Schülerinnen Alyssa Kirst und Isabel Lightbody von der International School Frankfurt in Sindlingen (ISF) und ein Team von vier Schülerinnen der St.-Angela-Schule in Königstein, Amanda Bornitz, Viktoria Pues, Jacqueline Rohrmann und Ricarda Wolf.

Insgesamt nahmen mehr als 60 Schülerinnen und Schüler von Gymnasien aus dem Rhein-Main-Gebiet an diesem Wettbewerb teil. Während eines fünf Monate dauernden Coachings wurden die Teilnehmer in die Grundlagen von Unternehmensführung eingeführt und bei der Erstellung der Geschäftspläne von mehr als 20 Mentoren unterstützt. 

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Bei der Preisverleihung in der Goethe-Universität Frankfurt sprach U.S.- Generalkonsul Edward M. Alford allen Teilnehmern ein großes Lob aus: „Sie haben etwas ganz wichtiges gelernt, auf das schon Präsident Dwight D. Eisenhower hingewiesen hat: Ein Plan ist nichts. Gute Planung ist alles.“ Es gehe nicht darum, einen einmal gefassten Plan stur zu Ende zu verfolgen, sondern darum zu lernen, wie man einen Plan entwickelt und wie man diesen neuen Gegebenheiten anpasst. Der wahre Wert der Teilnahme an einem Businessplan-Wettbewerb bestehe darin, dass die Schüler lernen, wie man mit innovativen Ideen Nutzen schafft und sich einen Wettbewerbsvorteil sichert.

Sabine Weinheimer-Hoepermans, Director of Corporate Relations, Goethe Business School, und eine der Jurorinnen und Mentorinnen des Businessplan-Wettbewerbs, zeigte sich beeindruckt von der Qualität der Geschäftspläne: „Wir unterstützen den Wettbewerb, weil er dabei hilft, die Kluft zwischen der Schule und dem Geschäftsleben zu überbrücken.“ Der Wettbewerb fördere etwas, was in der Schule und auch an vielen Hochschulen oft zu kurz komme, nämlich das unternehmerische Denken.

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„Nie mehr ein leerer Kühlschrank“ – das war die Idee, die die Sieger des Businessplan-Wettbewerbs Vincent von Kirch und Roman Wolf zu ihrem Geschäftsplan inspirierte. Von der Idee zum ausgearbeiteten Businessplan war aber ein weiter Weg und eine besondere Herausforderung war, dass der Geschäftsplan auf Englisch verfasst werden musste. Die beiden Taunusgymnasiasten stellten sich die Frage, wie man sicherstellen könnte, dass Familien und Geschäftsleute, die oft nicht genügend Zeit für Einkäufe haben, trotzdem alles Notwendige in ihrem Kühlschrank vorfinden. Der „Mr. Shop“ genannte Einkaufsservice bietet die Lösung dieses
Problems, je nach Preis gestaffelt von der Lieferung der Lebensmittel in Kühlboxen bis hin zu einem Kühlschrank-Managementsystem, das auch eine qualifizierte Ernährungsberatung vorsieht. Dem Geschäftsplan zufolge würde nach neun Monaten die Gewinnschwelle erreicht. Für Vincent von Kirch war die Teilnahme am Businessplan-Wettbewerb eine „tolle Möglichkeit, um einen Einblick in die Berufswelt zu bekommen und um Wirtschaftsenglisch zu lernen“.

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In ihrem Geschäftskonzept für „Pink Taxi“, mit dem sie den zweiten Platz des Businessplan-Wettbewerbs erreichten, stellten die Schülerinnen Alyssa Kirst und Isabel Lightbody von der International School Frankfurt (ISF) einen nur von weiblichen Taxifahrern betriebenen Taxidienst vor. Der „Pink Taxi“-Taxidienst ist zwar etwas teuer als normale Taxis, aber aufgrund eines satellitengestützten Überwachungsdienstes und weiterer vertrauensbildender Maßnahmen wie Videoaufzeichnungen bietet er vor allem für Frauen und für Familien mit Kindern einen echten Mehrwert. Die Idee wurde in einer Umfrage auf der Frankfurter Einkaufsmeile „Die Zeil“ getestet und positiv bewertet. Der neue Taxidienst soll mit der Brustkrebs-Sensibilisierungs-Kampagne „Pink Ribbon“ zusammenarbeiten und damit auch als sozial verantwortliches Unternehmen bekannt werden. Der Bekanntheitsgrad von „Pink Taxi“ wird dem Geschäftskonzept zufolge auch durch eine aktive Nutzung von sozialen Medien wie Facebook gesteigert.

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Das Geschäftskonzept „Post Egg“ der St.-Angela-Schülerinnen aus Königstein, die sich den zweiten Platz mit den ISF-Schülerinnen teilen, stellt einen eiförmigen Fotoautomaten vor, mit dem Touristen selbst gemachte Fotos auf einfache Weise in Ansichtskarten einfügen können. Auch dieser Businessplan enthielt Angaben zur Größe des potenziellen Marktes und eine schlüssige Marketing- und Vertriebsstrategie sowie einen tragfähigen Finanzplan. 

Einen Sonderpreis erhielten die Macher des „Frankfurt Globe“, ein von Christopher Sladdin von der Frankfurt International School in Oberursel gegründetes Nachrichtenmagazin, das jungen Menschen ein Forum bietet, ihre Meinungen zu aktuellen Themen vor einem internationalen Publikum zu äußern. Das Magazin erscheint seit etwa einem Jahr als gedruckte Ausgabe und hat mittlerweile 25 Mitarbeiter auf drei Kontinenten. 

Der vom American-German Business Club Frankfurt organisierte Businessplan-Wettbewerb wird in Zusammenarbeit mit der Goethe Business School, dem Zentrum für Führungskräfteentwicklung der Goethe-Universität Frankfurt, durchgeführt. Der Wettbewerb fand 2010/2011 zum dritten Mal statt. Einige der im Rahmen des Wettbewerbs vorgestellten Businesspläne wie das „Co-Go“ Coffee-To-Go-Konzept von Nicolas Holzherr, der beim ersten Durchlauf des Wettbewerbs 2008/2009 auf nationaler Ebene den zweiten Platz belegte, und die Ferienwohnrechte-Vermittlung von Jens Brettschneider, Zweitplatzierter des Wettbewerbs auf regionaler Ebene in Frankfurt 2008/2009, wurden mittlerweile erfolgreich umgesetzt.

Über den American-German Business Club

Der American-German Business Club ist eine private, gemeinnützige, unparteiische und internationale Organisation, die in Deutschland in zehn regionalen Gliederungen organisiert ist. Ziel des American-German Business Club ist die Intensivierung der deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen. Weitere Informationen über den American-German Business Club e.V. unter www.agbc.de.

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